Umwelterziehung

Umwelterziehung – unser Leitbild nachhaltiger Entwicklung und Erziehung

Im Schulalltag spielen (neben den Inhalten des Kernlehrplans) gesellschaftliche Schlüsselprobleme eine wichtige Rolle. Hierzu zählt die in vielen Bereichen des Lebens spürbare Umweltbelastung – die nicht nur in weiter Ferne liegt, sondern jeden von uns betrifft. Die Folgen der Klimakatastrophe, der Luft- und Wasserverschmutzung, der Bodenvergiftung, des Waldsterbens, der Müllberge und des stetig steigendem Konsums sind nur wenige Schlagworte, die das Ausmaß und die Präsenz dieses Problems verdeutlichen. Auch die Schule darf sich der Verantwortung gegenüber der Umwelt nicht entziehen und muss ihre Schülerinnen und Schüler für die Problematik sensibilisieren.

Die Abraham-Frank Sekundarschule befähigt und motiviert ihre Schülerinnen und Schüler in ihrer sozialen Verant­wortung, um ihnen auch außerhalb der Schule die Verantwortung des Umweltbewusstseins zuzusichern. Daher ist es unsere Aufgabe, den  Schülerinnen und Schülern den Stellenwert der Mitverantwortung aller Menschen für den Erhalt der natürlichen Lebens­grundlagen zu vermitteln.

Die Abraham-Frank-Sekundarschule legt großen Wert darauf, dass sie ein umweltfreundlicher Lernort ist, wobei der Umweltschutz auch als Lernprozess in den Unterricht eingebettet wird. Umweltschutz und Umweltbildung gehören zusammen – daher soll diese möglichst praktisch erfolgen, um  den Schülerinnen  und Schülern  die Kompetenzen zur Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft zu vermitteln. Die Schüler haben daher ein Anrecht auf exemplarisches Lernen und eine Vermittlung von Lösungsansätzen.

Ansätze zur Gewährleistung von Nachhaltigkeit in unserer Schule

Im Fokus der unterrichtlichen Auseinandersetzung  und der Analyse des Themas Nachhaltigkeit sind zunächst die Handlungsfelder Energie, Abfall und Verkehr zu nennen, die deutlich als wichtigste Verursacher von zahlreichen Umweltproblemen definiert werden können. Diese Aspekte finden sich in den Kernlehrplänen der einzelnen Fächer wieder, auf die an dieser Stelle verwiesen wird. Die Bezüge zur Nachhaltigkeitserziehung und Umweltbildung werden dort explizit aufgelistet und im Hinblick auf den Lehrplan eingeordnet. Im Folgenden sollen die wichtigsten Schlagworte und Themen benannt werden, ohne alle Umweltbezüge in den schulinternen Lehrplänen aufzuzählen.

Energie

Der Bereich Energie findet sich unter anderem im Kernlehrplan der Arbeitslehre wieder. Hier wird allgemein die Schonung des Planeten thematisiert, wobei der Aspekt, dass die Erde „unser Planet“ ist, eine wichtige Rolle spielt, um den Schülerinnen und Schülern ihre Mitverantwortung an der Nachhaltigkeit zu verdeutlichen.  Das Thema Energie wird vertiefend in den Fächern Physik durch die Elektrizitätslehre, Wärmelehre und in Chemie durch den Treibhauseffekt verstärkt. In Biologie wird der Kohlenstoffkreislauf analysiert, wobei die Auswirkungen der verschiedenen Energiegewinnungsformen und von Klimaveränderungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen thematisiert werden.

Erst durch die Verknüpfung der Themen in den verschiedenen Fächern wird die Vermittlung hier sinnvoll. Zudem wird im Schulalltag darauf geachtet, dass Energieverschwendung durch unnötige Beleuchtung oder unnötige Stromquellen vermieden wird und den Schülerinnen und Schülern auch begründet wird.

In den Fächern Politik und Erdkunde werden die globale Bedeutung der Energiereserven und Energieerzeugung erarbeitet. Hierbei soll auch der westliche Lebens­standard im Vergleich zu dem Standard in den Entwicklungsländern, sowie die Notwendigkeit von nachhaltiger Entwicklung vermittelt werden. Bei diesen Unterschieden wird vor allem auf den Aspekt der Nutzung und Verschwendung von Wasserressourcen verwiesen. Die Vermittlung der unterschiedlichen Lebensstandards und die damit verbundenen Umweltbedingungen finden auch im Rahmen des Sponsorenlaufs statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler Geld für Entwicklungshilfe in Afrika sammeln. Vorher werden sie umfassend aufgeklärt, unter welchen Bedingungen die Menschen, für die das Geld gesammelt wird, leben.

Abfall

Das Thema „Abfall“ zieht sich wie ein roter Faden durch das Kerncurriculum aller Klassen in den Fächern Erdkunde und Politik. In Jahrgang 5 erhalten die Schülerinnen und Schüler bereits erste wichtige Einblicke in die enorme Müllproduktion unserer Gesellschaft und die damit verbundenen Möglichkeiten der Müllentsorgung. Die verschiedenen Möglichkeiten (Müllverbrennung, Müllkompostierung, Müllrecycling und Mülldeponierung) können in dem Zusammenhang anschaulich und lebensnah präsentiert und in den Unterricht integriert werden. Der wichtige Lebensweltbezug wird gegeben, indem die Müllentsorgung im Kreis Borken betrachtet wird. Als außerschulischer Lernort ist in diesem Zusammenhang die Kooperation mit der EGW (Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland mbH & Wertstoffhof) in Gescher zu nennen, welche von Schulklassen besucht wird, um die Prozesse der Müllentsorgung zu verdeutlichen. Die Schülerinnen lernen verschiedene Umweltschutzgrup­pen und ihre Handlungsfelder kennen. Die Fächer Biologie, Chemie, Reli­gion und Deutsch sind ebenfalls am Lernprozess beteiligt.

Ein exemplarisches Projekt, welches an der Schule durchgeführt wird und einen hohen Lerneffekt aufweist ist das „Plastikpiraten-Projekt.“ Hierbei erforschen Schulklassen den Plastikmüll an deutschen Flüssen, wobei sich die regionalen Gewässer anbieten, um den Schülerinnen und Schülern den Lebensweltbezug und die Aktualität und Nähe des Themas zu verdeutlichen, da alles an Müll, was auch in kleinen Bächen und Flüssen landet in die Meere getrieben werden kann. Was das für die Umwelt bedeutet, wird in kleinen Projekten im Unterricht vertieft. Um die Erforschung der Gewässer zu gewährleisten, werden dafür Wasserproben aus regionalen Flüssen oder Bächen entnommen.

Das Thema Abfall wird neben der Integration in den Unterricht auch aktiv und exemplarisch in den Schulalltag eingebunden. Die Schülerinnen und Schüler sind für die Mülltrennung und die Entsorgung in ihren Klassen verantwortlich. In den Klassenräumen und in der Schule stehen hierfür als Hilfestellung bunte Eimer zur Verfügung, die den Schülerinnen und Schülern die Mülltrennung erleichtern soll. Zudem sind alle Lehrpersonen permanent bemüht die Papierverschwendung möglichst gering zu halten. Zettel, die nicht mehr benötigt werden, werden als Schmierpapier wieder verwertet und möglichst nicht entsorgt.

Verkehr

Zwar ist im eher ländlich gelegenen Kreis Borken das Ausmaß der Luftverschmutzung nicht so deutlich zu sehen, wie vielleicht in einer Großstadt – dennoch ist sie vorhanden, wenn auch nicht so präsent. Die Nutzung des Fahrrads wird an dieser Stelle positiv erwähnt und als aktive Möglichkeit des Umweltschutzes vermittelt. Dem wird die permanente und überflüssige Nutzung von Autos gegenübergestellt, da diese einen eheblichen Teil der Luftverschmutzung ausmacht. In diesem Zusammenhang wird wieder auf den Treibhauseffekt im naturwissenschaftlichen Bereich verwiesen.

Weitere Angebote

Ein Umweltbewusstsein und ein Gefühl für die Umwelt und Natur können Schülerinnen und Schüler natürlich am besten in einer dafür vorgesehenen Atmosphäre und Umgebung entwickeln. Daher wird der Schulgarten, der von den Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften gepflegt wird, auch für die exemplarische Umwelterziehung genutzt. Der Unterschied, zwischen regionalen und saisonalen und dem Gegenüber importierten Lebensmitteln ist enorm wichtig, um die Schülerinnen und Schüler für die Umweltbelastung zu sensibilisieren, die damit einhergeht. Daher werden im Schulgarten Vorteile von selbst angebauten Lebensmitteln vermittelt und Risiken und Umweltbelastungen zu Importen und Supermarktwaren erarbeitet.

Die Begegnung mit der Natur soll ebenfalls häufig stattfinden, um den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, wofür sie sich einsetzen sollten und eine Leidenschaft für die Thematik zu entwickeln.

In den vergangenen Jahren standen zudem viele Umweltprojekte und Wettbewerbe im Fokus des Umweltschutzes. Ein Projekt wurde vom WWF mit 500 Euro ausgezeichnet und wiederum für Umweltprojekte an der Schule genutzt: Mehrere Vogelhäuschen und ein Insektenhotel wurden gebaut.

Die hier aufgeführten Themen, die im Rahmen der Umweltbildung behandelt werden, haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einige Themenkomplexe finden hier keine Erwähnung, sind aber in den jeweiligen Kernlehrplänen zu finden.

 

 

 

 






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